„Und sie beteten und legten ihnen die Hände auf“ (Apg. 6,6)

 

Handauflegen – eine christliche Tradition neu entdeckt

Das Auflegen der Hände gilt als eine der ältesten Behandlungsmethoden. In vielen Kulturen wurden die Hände zu heilenden Zwecken genutzt. Auch in der christlichen Tradition spielt das Handauflegen eine große Rolle.

Besonders in den Heilungsgeschichten des Neuen Testamentes finden sich viele Hinweise:
"Als die Sonne untergegangen war, brachten alle ihre Kranken mit mancherlei Leiden zu ihm. Und er legte die Hände auf einen jeden und machte sie gesund" (Luk. 4, 40)

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In der Auferstehungsgeschichte bei Markus sagt Jesus über alle, die ihm nachfolgen
"… auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden". (Markus 16, 18)

Wie wohltuend und heilsam Berührung sein kann, erfahren Menschen bis heute. Die Tageskurse in der "Kirche der Stille" führen in das spirituelle Handauflegen ein oder vertiefen bereits Erlerntes. Wir üben, uns im Gebet für die göttliche, heilende Kraft zu öffnen und mit liebevoller Achtsamkeit uns und unsere Hände zur Verfügung zu stellen.

Entscheidend ist dabei die innere Einstellung: Nicht wir heilen, sondern wir erbitten die heilende Liebe Gottes. "Dein Wille geschehe" - mit diesen Worten beschließen wir jedes Auflegen unserer Hände.

Stichworte: Handauflegen | Heilung | Gebet | Stille | Achtsamkeit

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