„Wenn du Ruhe finden willst, .. sprich bei jeder Handlung: Ich – wer bin ich? und richte niemand.“ (Der Wüstenvater Joseph)

 

Herzensgebet und Selbst-Erkundung als Weg der Demut

Im Widerstreit zwischen Selbstüberschätzung und Selbstzweifel, im Schwanken zwischen Größe und Elend den Ort finden, an dem wir in unseren Grenzen wir selbst sein können – und es täglich werden. Der Weg des Herzensgebetes ist nicht der Weg autonomer Selbstverwirklichung, des Vergleichens mit anderen oder das Hängen an einem Ideal. Es ist ein Weg zu erkennen, wer wir als Geschöpfe unter anderen Geschöpfen „in den Augen Gottes“ sind. Er führt in die Haltung der Demut als der kreativen Kraft, in der wir uns auch in unseren Verletzlichkeiten und Brüchen bejahen. Wir lernen, dankbar und selbstbewusst mit den Gaben zu leben, die uns gegeben werden.

Stichworte: Herzensgebet | Eutonie | Gebärden | Gespräch

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