Glanz in meinen Augen

 

Neue Sehweisen entdecken, Blickwechsel erleben

Unser Sehen selbst wird zum Gegenstand unserer Wahrnehmung: der auswählende Blick auf die Dinge – der weiche Blick auf das Ganze. Wir entdecken den „Blickwechsel“ und öffnen uns für ein stilles, waches Rundum-Gewahrsein. Einfache Übungen mit überraschender Wirkung auf Körper und Geist.

Auch das Sehen haben wir gelernt – ganz früh in unserem Leben gelernt. Angefangen hat es damit, verschiedene Lichteindrücke wahrzunehmen und ihre Wirkung auf uns selbst zu erspüren.

Lichteindrücke aufnehmen – nur das ist die Aufgabe der Augen. Und dann beginnt ein vielschichtiger Prozess im Gehirn: ein Vorgang der Unterscheidung dieser Eindrücke, des Auswählens nach verschiedenen Gesichtspunkten. Irgendwann fangen wir dann an, das Gesehene zu benennen, und wir erkennen etwas wieder, wir können Bilder erinnern und vergleichen, wir lassen Bilder vor unserem inneren Auge aufsteigen – wir „denken“ Bilder.

Sehgewohnheiten und Denkgewohnheiten sind so eng miteinander verknüpft.

Gewohnheiten haben zwei Seiten: wir können einerseits auf unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit zurückgreifen, das gibt uns Sicherheit; andererseits können sie uns gefangenhalten in dem Alten und damit an neuen Erfahrungen und neuem Erleben hindern.

In diesem Kurs werden wir:

Durch eine Fensterscheibe kann man von zwei Seiten hindurchsehen. Sehen lernen ist wie Fensterputzen: plötzlich gibt es eine klare Sicht und gleichzeitig strahlt etwas von innen heraus durch unsere Augen in die Welt.

Stichworte: Achtsamkeit, Feldenkrais, Stille, Wahrnehmung für Anfänger geeignet

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