Nachruf auf Udo Titgemeyer

Portät Udo Titgemeyer

Der Loccumer Arbeitskreis Meditation trauert um Udo Titgemeyer, der am 11. April 2022 im Alter von 84 Jahren verstarb.

Als Studienleiter an der Evangelische Akademie Loccum (EAL) deckte er von 1973 – 1980 die Arbeitsbereiche Meditation, Entwicklungspolitik und Kunst ab und sorgte dafür, dass immer mehr Meditationskurse in der EAL stattfanden. Seine meditativen Bildbetrachtungen waren legendär. 1974/75 rief er eine Silvestertagung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ins Leben, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

Udos Liebe zu Loccum begann, als er 1963 als Kandidat ins Predigerseminar einzog: „In Loccum war das Kloster meine erste Liebe … Die zweite Liebe wurde die Akademie… In dieser Zeit habe ich immer wieder auf das Gegenüber des Klosters hingewiesen und in den Tagungen die Verbindung zum Kloster gesucht. Erstaunlicherweise habe ich die Meditation dann nicht im Kloster, sondern in der Akademie gefunden und gelernt. Spiritualität, Meditation, Einkehr und Stille sind ja eigentlich ureigene Sache des Klosters.“

Die Beobachtung, dass sich Meditation zunehmend in Gesellschaft und Kirche ausbreitete, gab Udo Titgemeyer den Anstoß zur Gründung des LAM. Zusammen mit Heiko Frerichs lud er Meditationsinteressierte 1977 erstmals dazu ein, sich in der EAL zu treffen und auszutauschen. Heute blickt der LAM auf fast ein halbes Jahrhundert als gemeinnütziger Verein zurück und ist mit seinen Aktivitäten und Kursangeboten noch immer präsent.

Seit Gründung des LAM treffen sich seine Mitglieder in der EAL und tauschen sich über Meditation, Gesellschaft und Kirche aus.

Udo Titgemeyer hat sich in all diesen Jahren auf vielerlei Weise für den LAM eingesetzt, als Vorsitzender, in Arbeitsgruppen, z.B. der Redaktionsgruppe der Loccumer Breviere, auf Kirchentagen, an denen der LAM mitwirkte, und im begleitenden Kontakt zu den LAM-Mitgliedern.

So nehmen wir voller Trauer und Dankbarkeit Abschied von Udo Titgemeyer.
An seine Freundlichkeit und seine Zuneigung, seine Begeisterungsfähigkeit und sein Engagement, an seine Lebensfreude und sein Gottvertrauen werden wir uns gern immer wieder erinnern.